Holger Weber
- Bereit für die Zukunft!

Ausbildungsimpuls #15

Auch Streiten will gelernt sein!

Zwei Auszubildende haben einen Konflikt miteinander

Konflikte in der Ausbildung? Gibt es natürlich. Früher oder später knirscht es irgendwo. Mit dem Ausbilder. Im Team. In der Berufsschule. Oder auch mit anderen Azubis.

Das ist erst einmal nichts Dramatisches. Schwierig wird es, wenn Konflikte gar nicht angesprochen werden.

Und genau das erlebe ich in der Praxis häufiger. Viele Azubis merken zwar, dass sie etwas stört. Sie trauen sich aber nicht, es anzusprechen.

Warum? Sie wissen nicht, wie sie in so ein Gespräch gehen sollen und haben Angst, dass es auf die persönliche Ebene abdriften könnte. Sie befürchten, dass ihnen die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt fehlen oder dass der andere sofort dichtmacht. Also wird geschwiegen.

Nach außen ist dann scheinbar alles ruhig. Innerlich arbeitet es aber weiter. Ähnlich wie in einem Schnellkochtopf steigt der Druck permanent an, bis er sich irgendwann explosionsartig entlädt. Nur dann meist an der falschen Stelle, im falschen Ton oder deutlich größer als nötig.

Deshalb mein Impuls: Bringt Azubis frühzeitig bei, wie man Konflikte anspricht. Klar, sachlich und respektvoll.

Ein Konfliktgespräch ist kein Angriff. Es ist der Versuch, etwas zu klären und etwas voranzubringen, was durchaus auch förderlich fürs Unternehmen sein kann. Stichwort: Konflikt als Chance!

Die Methoden und Techniken gibt es. Sie müssen den Auszubildenden nur vermittelt werden. Denn leider leisten Schulen hierzulande weniger Vorarbeit als zum Beispiel die „Debating Clubs“ in anderen Ländern.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Konflikten in der Ausbildung gemacht?

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Passende Angebote und weitere Inhalte

Themen wie diese greifen wir auch in unseren Ausbilderlehrgängen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und in unseren Workshops für Ausbildungsbeauftragte auf.
Weitere Fragen und Hintergründe finden Sie in der Ausbildungspraxis.

 
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