Holger Weber
– Bereit für die Zukunft!

Ausbildungsimpuls #20

Warum „Gut gemacht!“ kein gutes Lob ist.

Ein Ausbilder erklärt seinem Auszubildenden

„Gut gemacht!“ - Über diesen Satz freut sich ein Azubi wahrscheinlich erst einmal. Er bekommt einen Daumen hoch und weiß: Ganz falsch kann es nicht gewesen sein.

Für die eigene Weiterentwicklung bringt dieses pauschale Lob aber nur wenig. Denn was genau war eigentlich gut?
- Die Vorbereitung?
- Die fachliche Umsetzung?
- Die Kommunikation mit dem Kunden?
- Die selbstständige Arbeitsweise?
- Oder das Ergebnis?

Das ist ein bisschen wie beim Fußball. Auch nach einem gewonnenen Spiel sagt der Trainer nicht nur: „Gut gemacht!“ Anschließend wird trotzdem analysiert, was funktioniert hat, warum es funktioniert hat und an welchen Stellen die Mannschaft noch an sich arbeiten kann. Eine solche Nachbesprechung ist auch in der Ausbildung sinnvoll.

Zum Beispiel: „Du hast die Aufgabe sehr selbstständig vorbereitet und bei den Rückfragen genau an den richtigen Stellen nachgehakt.“ oder „Deine Präsentation war klar aufgebaut. Besonders gut war, dass du die wichtigsten Ergebnisse direkt zu Beginn genannt hast. Beim nächsten Mal versuche noch stärker darauf zu achten, den Blickkontakt zu halten.“ 

Damit weiß der Azubi, was er beibehalten sollte und wo noch Entwicklung möglich ist.

Deshalb mein Impuls: Lobt nicht nur pauschal, sondern möglichst konkret. Sagt dem Azubi, was genau gut war und warum. Und sprecht auch bei einem guten Ergebnis darüber, was evtl. noch optimiert werden kann.

Denn ein „Gut gemacht!“ freut. Ein konkretes Feedback entwickelt weiter.
Wie konkret fällt das Lob in eurem Ausbildungsalltag aus?

Zurück zu den Ausbildungsimpulsen

Passende Angebote und weitere Inhalte

Themen wie diese greifen wir auch in unseren Ausbilderlehrgängen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und in unseren Workshops für Ausbildungsbeauftragte auf.
Weitere Fragen und Hintergründe finden Sie in der Ausbildungspraxis.

 
Instagram
LinkedIn