Holger Weber
– Bereit für die Zukunft!

Ausbildungsimpuls #29

Wann hast du dich das letzte Mal bei deinem Azubi bedankt?

Über Lob und Feedback sprechen wir in der Ausbildung häufig. Aber wie oft sagen wir einem Azubi eigentlich ganz bewusst: Danke?

Auf einen spannenden Aspekt dazu bin ich bei Andrew Huberman gestoßen. Er greift in seinem Podcast Forschung zur Dankbarkeit auf und beschreibt einen zunächst überraschenden Effekt: Besonders wirksam scheint Dankbarkeit dann zu sein, wenn wir sie empfangen – also wenn jemand anderes uns aufrichtig zeigt, dass unser Beitrag wahrgenommen und geschätzt wird.

Das lässt sich ziemlich einfach auf die Ausbildung übertragen. Ein Azubi übernimmt eine Aufgabe, unterstützt einen Kollegen, bereitet etwas vor oder denkt selbstständig mit. Vieles davon wird schnell selbstverständlich. Schließlich gehört Arbeiten ja zur Ausbildung.

Trotzdem kann ein ehrliches „Danke, das hat mir heute wirklich geholfen“ oder „Danke, dass du dich darum gekümmert hast“ einen Unterschied machen. Dabei geht es nicht darum, jede Selbstverständlichkeit mit überschwänglichem Lob zu versehen. Ein Dankeschön ist auch keine Prämie. Es signalisiert vielmehr: Ich habe wahrgenommen, was du beigetragen hast.

Gerade für junge Menschen, die noch herausfinden müssen, welchen Stellenwert sie im Unternehmen haben und ob ihr Beitrag überhaupt gesehen wird, kann genau das wichtig sein.

Deshalb mein Impuls: Bedankt euch öfter einmal ganz bewusst bei euren Azubis. Nicht als Floskel und nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern dann, wenn es wirklich etwas gibt, wofür ihr dankbar seid. Ein aufrichtiges „Danke“ kostet fast nichts. Beim Empfänger kann es aber erstaunlich viel bewirken.

Wann habt ihr euch zuletzt ganz bewusst bei einem Azubi bedankt?

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Themen wie diese greifen wir auch in unseren Ausbilderlehrgängen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung und in unseren Workshops für Ausbildungsbeauftragte auf.
Weitere Fragen und Hintergründe finden Sie in der Ausbildungspraxis.

 
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