Holger Weber
- Bereit für die Zukunft!

Ausbildungsimpuls #08

Ausbildungsplan? Da war doch was!

Der Ausbildungsplan ist Bestandteil des Ausbildungsvertrags. Also sollte ihn jeder Azubi auch kennen. Eigentlich.

In der Praxis sieht es manchmal anders aus. Frage ich Azubis nach ihrem Ausbildungsplan, kommt nicht selten erst einmal verdutztes Schweigen. Und dann so etwas wie: „Ja, da war was. Den habe ich glaube ich mal gesehen.“
Das ist schwierig. 

Denn der Ausbildungsplan ist nicht einfach irgendein Papier für die Personalakte. Er zeigt, wann welche Inhalte aus dem Ausbildungsrahmenplan vermittelt werden sollen. Und genau diese Inhalte sollten sich am Ende auch im Ausbildungsnachweis wiederfinden.

Viele Betriebe machen das schon sehr gut. Sie brechen den Ausbildungsplan auf die einzelnen Abteilungen herunter und konkretisieren, welche Kenntnisse und Fertigkeiten dort vermittelt werden sollen.

Das hilft nicht nur den Ausbildungsverantwortlichen. Es hilft auch den Azubis.
Denn dann wissen sie:

  • Was soll ich hier lernen?
  • Was fehlt mir noch?
  • Worauf muss ich achten, bevor ich die Abteilung wieder verlasse?

Deshalb mein Impuls: Nehmt den Ausbildungsplan ernst. Nicht als Formalie, sondern als echtes Arbeitsinstrument. Gebt den Azubis Einblick in die Inhalte, die sie in den einzelnen Abteilungen lernen sollen. Und nehmt sie mit in die Verantwortung.

Dann kann der Azubi auch selbst aktiv auf Kolleginnen und Kollegen zugehen und sagen: „Das steht bei mir noch offen. Können wir uns das noch anschauen?“
Für Ausbilder ist das gleichzeitig ein gutes Steuerungsinstrument. Man sieht frühzeitig, ob alle notwendigen Inhalte vermittelt wurden oder ob noch etwas offen ist. 

Denn Ausbildung sollte nicht nach dem Prinzip laufen: „Der war doch lange genug in der Abteilung.“ Sondern nach der Frage: „Hat der Azubi dort auch das gelernt, was er lernen sollte?“

Wie arbeitet ihr in der Praxis mit Ausbildungsplänen?

zurück zur Übersicht


Passende Workshops zum Thema:

 
Instagram
LinkedIn