DIGITALISIERTE ARBEITSWELT –
Sicher und kompetent mit KI und digitalen Medien umgehen
Digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz gehören heute selbstverständlich zum Ausbildungs- und Arbeitsalltag. Texte lassen sich innerhalb weniger Sekunden erstellen, Informationen scheinbar mühelos finden und viele Aufgaben automatisieren.
Gleichzeitig wird es schwieriger zu beurteilen, welche Ergebnisse zuverlässig, erlaubt und für den jeweiligen Zweck wirklich geeignet sind.
Auch der Umgang mit Smartphone, sozialen Medien und digitalen Informationen stellt Auszubildende vor neue Herausforderungen. Ablenkung, Datenschutz, Phishing, manipulierte Inhalte und der unkritische Einsatz von KI können nicht nur persönliche Folgen haben, sondern auch Risiken für das Unternehmen erzeugen.
In diesem praxisnahen Workshop zu Medienkompetenz und KI für Auszubildende lernen die Teilnehmenden, digitale Werkzeuge verantwortungsvoll zu nutzen, Informationen kritisch zu prüfen und typische Gefahren im digitalen Arbeitsalltag zu erkennen.
Dabei geht es weder darum, neue Technologien zu verteufeln, noch darum, künstliche Intelligenz unkritisch zu feiern. Ziel ist ein sicherer, reflektierter und sinnvoller Umgang mit digitalen Medien und KI – beim Lernen, Arbeiten und Kommunizieren.
INHALTE
- Eigene Smartphone- und Mediennutzung reflektieren
- Ablenkungen erkennen und Konzentration bewusst steuern
- Auswirkungen intensiver Smartphone-Nutzung auf Schlaf und Wohlbefinden
- KI-Tools im Ausbildungs- und Arbeitsalltag sinnvoll einsetzen
- Gute Prompts formulieren und Ergebnisse gezielt verbessern
- Fehler, Halluzinationen und Grenzen künstlicher Intelligenz erkennen
- KI-Ergebnisse kritisch prüfen statt ungeprüft übernehmen
- Datenschutz, Urheberrecht und vertrauliche Unternehmensdaten
- Fake News, manipulierte Bilder und zweifelhafte Quellen erkennen
- Phishing, sichere Passwörter und typische digitale Sicherheitsrisiken
- Tracking, Dark Patterns und der Umgang mit persönlichen Daten
- Verantwortung für eigene digitale Arbeitsergebnisse übernehmen
- Praxisübungen und konkrete Fallbeispiele
Was hat das Unternehmen davon?
Digitale Kompetenz schützt Daten und verbessert die Qualität von Arbeitsergebnissen
Die Auszubildenden lernen, digitale Werkzeuge und künstliche Intelligenz bewusster und verantwortungsvoller einzusetzen. Sie erkennen Chancen für Lernen und Arbeit, beschäftigen sich aber ebenso mit Datenschutz, Informationsqualität, Ablenkung und möglichen Sicherheitsrisiken.
Dadurch können Fehler und unkritisch übernommene KI-Ergebnisse früher erkannt werden. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass vertrauliche Unternehmensdaten nicht beliebig in externe Anwendungen eingegeben oder weitergegeben werden dürfen.
Digitale Kompetenz bedeutet deshalb nicht nur technische Sicherheit. Sie stärkt auch Urteilsvermögen, Eigenverantwortung und die Qualität der Arbeitsergebnisse.
Was macht diesen Workshop besonders?
KI, Medienkompetenz und digitale Sicherheit werden gemeinsam betrachtet
Das Thema digitale Kompetenz begleitet mich bereits seit vielen Jahren und wurde kontinuierlich an neue technische und gesellschaftliche Entwicklungen angepasst. Deshalb handelt es sich nicht um einen kurzfristig zusammengestellten KI-Workshop.
Der Workshop verbindet künstliche Intelligenz mit Smartphone-Nutzung, Datenschutz, Fake News, Konzentration und IT-Sicherheit. Die Teilnehmenden betrachten nicht nur einzelne Tools, sondern die gesamte Frage, wie digitale Medien ihren Ausbildungs- und Arbeitsalltag beeinflussen.
Chancen und Risiken werden dabei weder überhöht noch verteufelt. Die Auszubildenden erhalten eine sachliche Grundlage, auf der sie digitale Werkzeuge selbstständig und verantwortungsvoll beurteilen können.
Was schätzen Azubis an diesem Workshop?
Neue Technologien werden offen diskutiert und unmittelbar ausprobiert
Die Teilnehmenden können ihr eigenes Nutzungsverhalten ehrlich reflektieren, ohne dass ihnen Smartphones, soziale Medien oder KI grundsätzlich schlechtgeredet werden.
Sie probieren konkrete Anwendungen aus, vergleichen Ergebnisse und entdecken Möglichkeiten, wie digitale Werkzeuge sie beim Lernen und Arbeiten unterstützen können. Gleichzeitig erkennen sie, an welchen Stellen Vorsicht, Kontrolle und eigenes Nachdenken notwendig bleiben.
Die Auseinandersetzung führt teilweise zu sehr konkreten Erkenntnissen und Veränderungen. So haben Auszubildende bereits während des Workshops Apps gelöscht oder eigene Nutzungsgewohnheiten neu bewertet, weil ihnen bestimmte Mechanismen und Auswirkungen erstmals bewusst geworden sind.
Zielgruppe
Auszubildende und dual Studierende, die digitale Medien und künstliche Intelligenz im Ausbildungs- und Arbeitsalltag sicherer und bewusster nutzen möchten
Veranstaltungsort
Im Unternehmen oder einem Tagungs- bzw. Schulungszentrum
Durchführung
Tagesworkshop ca. 8 UE (bspw. 9.00 – 16.00 Uhr inkl. Pausen). Maximale Teilnehmerzahl idealerweise bei ca. 12 Personen. Die Workshops bieten wir für Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum an.
Konditionen
1.500,00 EUR je Workshoptag (zzgl. MwSt. und etwaiger Anreise- und Übernachtungskosten).
Im Preis enthalten sind die Durchführung des jeweiligen Workshops sowie die Teilnehmerunterlagen. Die Bereitstellung der Schulungsräume, Medientechnik, Verpflegung etc. erfolgt durch den Auftraggeber.
Hintergründe, Studien und Praxiswissen
Fast vier Stunden Smartphone-Nutzung am Tag
Das Smartphone ist für Jugendliche Kommunikationsmittel, Informationsquelle, Unterhaltungsgerät und Lernwerkzeug zugleich. Die JIM-Studie 2025 zeigt, wie intensiv es genutzt wird: Bei den befragten Zwölf- bis 19-Jährigen lag die durchschnittliche tägliche Bildschirmzeit am Smartphone bei 231 Minuten – also knapp vier Stunden. Bei den 18- bis 19-Jährigen waren es sogar 278 Minuten beziehungsweise mehr als viereinhalb Stunden.
Eine hohe Nutzungsdauer bedeutet nicht automatisch, dass Jugendliche verantwortungslos mit digitalen Medien umgehen. Sie zeigt aber, wie selbstverständlich das Smartphone den gesamten Alltag begleitet. Benachrichtigungen, Messenger und soziale Medien konkurrieren dadurch auch während des Lernens und Arbeitens um Aufmerksamkeit.
In meiner Trainingspraxis erlebe ich regelmäßig, dass viele Auszubildende ihre eigene Nutzungsdauer deutlich unterschätzen. Erst der Blick auf die tatsächliche Bildschirmzeit macht sichtbar, wie häufig das Smartphone nebenbei genutzt wird.
Im Workshop geht es deshalb nicht um ein pauschales Smartphone-Verbot. Die Teilnehmenden prüfen vielmehr:
- Wann unterstützt mich das Smartphone?
- Wann unterbricht es meine Konzentration?
- Welche Benachrichtigungen brauche ich wirklich?
- In welchen Situationen wirkt die Nutzung gegenüber anderen unprofessionell?
- Wie kann ich bewusste, aber realistische Regeln entwickeln?
Digitale Selbstkontrolle bedeutet nicht, auf das Smartphone zu verzichten. Sie bedeutet, selbst zu entscheiden, wann und wofür es genutzt wird.
KI wird bereits von fast allen Jugendlichen genutzt
Künstliche Intelligenz ist für junge Menschen längst kein Zukunftsthema mehr. Nach der JIM-Studie 2025 nutzen 91 Prozent der befragten Jugendlichen mindestens eine KI-Anwendung. 84 Prozent haben bereits ChatGPT verwendet. Besonders häufig wird KI für Hausaufgaben und Lernen, zur Informationssuche oder als Erklärungshilfe eingesetzt.
Bemerkenswert ist zugleich, dass 57 Prozent der Jugendlichen KI-generierte Informationen grundsätzlich für vertrauenswürdig halten. Gerade weil KI-Systeme überzeugend formulieren können, werden falsche, erfundene oder unvollständige Antworten nicht immer erkannt.
Der häufige Einsatz macht Jugendliche daher nicht automatisch zu kompetenten KI-Nutzern. Entscheidend ist, ob sie
- geeignete Aufgaben für KI auswählen,
- vertrauliche Daten schützen,
- Ergebnisse überprüfen,
- Quellen und Fakten kontrollieren,
- Fehler und Verzerrungen erkennen,
- und die Verantwortung für das Endergebnis übernehmen.
Diese Kompetenz wird auch für Unternehmen wichtiger. Nach Artikel 4 des europäischen AI Acts müssen Anbieter und Betreiber von KI-Systemen seit Februar 2025 dafür sorgen, dass Beschäftigte, die mit diesen Systemen arbeiten, über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen. Welche Maßnahmen angemessen sind, hängt unter anderem von Vorkenntnissen, Ausbildung und dem jeweiligen Einsatzgebiet ab.
Ein KI-Workshop für Auszubildende ist deshalb nicht nur eine Einführung in neue Werkzeuge. Er schafft eine Grundlage für einen sicheren, kritischen und verantwortungsvollen Einsatz im Unternehmen.
Zwei Drittel der Jugendlichen begegnen Fake News
Digitale Informationen erreichen Jugendliche über Suchmaschinen, soziale Medien, Videos, Messenger und inzwischen zunehmend über KI-Anwendungen. Dabei ist nicht immer erkennbar, wer eine Aussage veröffentlicht hat, welche Interessen dahinterstehen und ob Bilder oder Inhalte manipuliert wurden.
In der JIM-Studie 2025 gaben 67 Prozent der Jugendlichen an, innerhalb des vorangegangenen Monats Fake News begegnet zu sein. Im Jahr zuvor waren es 61 Prozent. Auch extreme politische Ansichten, Verschwörungstheorien und Hassbotschaften wurden häufiger wahrgenommen.
Für den Ausbildungsalltag ist Informationskompetenz aus mehreren Gründen relevant. Auszubildende recherchieren fachliche Inhalte, nutzen Erklärvideos, erstellen Präsentationen und greifen auf KI-generierte Zusammenfassungen zurück. Falsche Informationen können dadurch direkt in Arbeitsergebnisse einfließen.
Eine schnelle Google-Suche oder eine überzeugend formulierte KI-Antwort reicht deshalb nicht als Prüfung aus. Hilfreiche Fragen sind:
- Wer ist der ursprüngliche Absender?
- Gibt es eine verlässliche Originalquelle?
- Wird die Aussage von anderen seriösen Quellen bestätigt?
- Ist das Bild echt und gehört es tatsächlich zum beschriebenen Ereignis?
- Ist die Information aktuell?
- Handelt es sich um eine Tatsache, Meinung oder Werbung?
Medienkompetenz bedeutet nicht, grundsätzlich alles anzuzweifeln. Sie bedeutet, Informationen angemessen zu prüfen, bevor sie übernommen oder weitergegeben werden.
Warum ein unbedachter Klick das ganze Unternehmen betreffen kann
Phishing-Nachrichten versuchen, Empfänger mit vertrauten Absendernamen, vermeintlichen Rechnungen, dringenden Aufforderungen oder gefälschten Anmeldeseiten zu einer schnellen Reaktion zu bewegen. Ziel kann es sein, Zugangsdaten zu stehlen, Schadsoftware einzuschleusen oder Zahlungen auszulösen.
Solche Angriffe richten sich nicht nur an die IT-Abteilung oder Führungskräfte. Auch Auszubildende erhalten E-Mails, Messenger-Nachrichten und Links und haben teilweise Zugriff auf interne Systeme oder vertrauliche Informationen.
Technische Schutzmaßnahmen sind wichtig, können aber nicht jede betrügerische Nachricht abfangen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt deshalb ausdrücklich, Mitarbeitende für Phishing und andere Formen des Social Engineering zu sensibilisieren.
Auszubildende sollten beispielsweise wissen:
- Links und Absender genau zu prüfen,
- bei ungewöhnlicher Dringlichkeit misstrauisch zu werden,
- keine unbekannten Anhänge zu öffnen,
- Zugangsdaten niemals über einen zugesandten Link einzugeben,
- verdächtige Nachrichten intern zu melden,
- und bei Unsicherheit lieber einmal mehr nachzufragen.
Entscheidend ist dabei eine gute Fehlerkultur. Wer auf eine verdächtige Nachricht geklickt hat, sollte den Vorfall sofort melden können, ohne aus Angst vor Vorwürfen wertvolle Zeit zu verlieren.
Quellen:
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: JIM-Studie 2025 – Jugend, Information, Medien.
Europäische Kommission: AI talent, skills and literacy – Artikel 4 des AI Acts.
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Awareness und Schutz vor Phishing.
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