Holger Weber
– Bereit für die Zukunft!

Methodenkoffer für Ausbildungsbeauftragte in Unternehmen

Die Anforderungen an die Ausbildungspraxis haben sich verändert: Auszubildende sollen heute nicht nur Anweisungen ausführen, sondern eigenständig handeln und Verantwortung – auch im Lernprozess – übernehmen. Ausbildungsbeauftragte stehen damit vor der Aufgabe, Lerninhalte so aufzubereiten, dass sie abwechslungsreich, handlungsorientiert und nachhaltig wirken.

Der Workshop vermittelt praxisnahes methodisches Handwerkszeug und zeigt Wege, wie Ausbildungsbeauftragte Lernprozesse gestalten und begleiten können.

Inhalte des Methoden-Workshops

1. Grundlagen schaffen

  • Unterschiedliche Voraussetzungen der Auszubildenden berücksichtigen
  • Lernförderliche Rahmenbedingungen schaffen
  • Motivation, Lernkultur und didaktische Prinzipien
  • Aktuelle Erkenntnisse zum Lernen

2. Ausbildungspläne und Lernziele

  • Ausbildungspläne im betrieblichen Alltag nutzen
  • Konkrete Lernziele aus Ausbildungsrahmenplänen ableiten
  • Lernziele verständlich und überprüfbar formulieren
  • Systematiken wie SMART und Bloom sinnvoll einsetzen

3. Methodenkompetenz erweitern

  • Bewährte und moderne Ausbildungsmethoden
  • Aktivierende Lernformen
  • Digitale Tools sinnvoll einbinden
  • Methoden passend zu Lernziel, Aufgabe und Zielgruppe auswählen

4. Lernprozesse begleiten

  • Selbstentdeckendes Lernen ermöglichen
  • Lernaufträge gemeinsam klären
  • Während des Lernprozesses Orientierung geben
  • Ergebnisse auswerten und Vorgehensweisen reflektieren
  • Feedback geben und Selbstreflexion anregen
  • Die Rolle als Lernprozessbegleiter zwischen Freiraum und Unterstützung

5. Lernerfolg sichern

  • Lernerfolg sichtbar und überprüfbar machen
  • Geeignete Formen der Erfolgskontrolle
  • Ursachen erkennen, wenn Lernziele nicht erreicht werden
  • Passende Unterstützungsmaßnahmen entwickeln

Ausbildungsmethoden werden passend zur Aufgabe ausgewählt

Nicht jede Ausbildungsmethode eignet sich für jedes Lernziel und jeden Auszubildenden. Die Teilnehmenden lernen deshalb nicht nur verschiedene Methoden kennen, sondern auch, nach welchen Kriterien sie diese auswählen und einsetzen können.

Dabei geht es sowohl um bewährte Ansätze wie die Vier-Stufen-Methode, das Lehrgespräch oder den Lernauftrag als auch um handlungsorientierte und zeitgemäße Formate wie Projekte, Fallstudien, Flipped Classroom oder digitale Lernangebote.

Auszubildende übernehmen mehr Verantwortung für ihren Lernprozess

Gute Ausbildung bedeutet nicht, jede Lösung vorzugeben. Ausbildungsbeauftragte lernen, Aufgaben so zu gestalten, dass Auszubildende selbst überlegen, ausprobieren und eigene Lösungswege entwickeln können.

Durch klar formulierte Lernaufträge, passende Freiräume und gezielte Begleitgespräche werden Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit und Verantwortungsübernahme gefördert.

Lernfortschritte werden gezielt begleitet und gesichert

Die Teilnehmenden erfahren, wie sie Lernprozesse vorbereiten, beobachten und gemeinsam mit den Auszubildenden auswerten können. Übergabe-, Begleit- und Reflexionsgespräche geben dabei Orientierung, ohne den Auszubildenden die Verantwortung wieder abzunehmen.

Auch Schwierigkeiten und Fehler werden aufgegriffen: Was fehlt dem Azubi noch? War die Aufgabe verständlich? Passte die gewählte Methode? Und welche Unterstützung ist im nächsten Schritt sinnvoll?

Zielgruppe

Alle, die mit Auszubildenden im Unternehmen arbeiten

Veranstaltungsort

Im Unternehmen oder einem Tagungs- bzw. Schulungszentrum

Durchführung

Tagesworkshop ca. 8 UE (bspw. 9.00 – 16.00 Uhr inkl. Pausen). Maximale Teilnehmerzahl idealerweise bei ca. 12 Personen. Die Workshops bieten wir für Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum an.

Konditionen

1.750,00 EUR je Workshoptag (zzgl. MwSt. und etwaiger Anreise- und Übernachtungskosten).

Im Preis enthalten sind die Durchführung des jeweiligen Workshops sowie die Teilnehmerunterlagen. Die Bereitstellung der Schulungsräume, Medientechnik, Verpflegung etc. erfolgt durch den Auftraggeber.

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Gute Ausbildung braucht mehr als Vormachen und Nachmachen

Viele betriebliche Abläufe lassen sich zunächst durch Zeigen und Erklären vermitteln. Dauerhaftes Lernen entsteht jedoch vor allem dann, wenn Auszubildende selbst aktiv werden, Zusammenhänge verstehen und ihr Vorgehen reflektieren.

Deshalb gibt es nicht die eine richtige Ausbildungsmethode. Entscheidend ist, welches Lernziel erreicht werden soll, welche Vorkenntnisse der Azubi mitbringt und wie komplex die jeweilige Aufgabe ist.

Manchmal ist eine klare Demonstration sinnvoll. In anderen Situationen eignen sich ein Lernauftrag, ein Projekt, eine Fallstudie oder ein selbst entwickelter Lösungsweg besser. Ausbildungsbeauftragte benötigen deshalb keinen starren Methodenkatalog, sondern einen Methodenkoffer, aus dem sie situationsgerecht auswählen können.

Der Workshop verbindet diese methodischen Grundlagen mit konkreten Situationen aus dem Ausbildungsalltag. Die Teilnehmenden entwickeln Ideen, wie sie Fachwissen verständlich vermitteln und Auszubildende schrittweise zu mehr Selbstständigkeit führen können.

Passende Ausbildungsimpulse aus der Praxis

#09 Die Fehler beim Lernen aus Fehlern
Warum Auszubildende nur dann aus Fehlern lernen können, wenn Aufgaben gut vorbereitet, begleitet und anschließend sinnvoll reflektiert werden.

#08 Ausbildungsplan? Da war doch was!
Warum der Ausbildungsplan ein wichtiges Arbeitsinstrument ist und Orientierung für Lernziele und Aufgaben in den einzelnen Abteilungen gibt.

#23 Azubis lernen durch Erklärvideos
Wie Auszubildende beim Erstellen eigener Erklärvideos ihr Wissen vertiefen und gleichzeitig Lernmaterial für andere schaffen.

Dieser Workshop kann mit weiteren Workshops für Ausbildungsbeauftragte effektiv kombiniert werden:

 
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